Rainbow Europe heißt die von ILGA-Europe (European Region of the International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) veröffentlichte Studie zur rechtlichen und sozialen Situation von LGBTI in Europa.
Die umfangreichen Daten werden leicht verständlich dargestellt. Besonders schön und zugleich praktisch ist, dass die Karte wie auch die detaillierten "Kuchendiagramme" interaktiv sind.
In der Karte können die einzelnen Länder ausgewählt werden, entweder über Dropdown-Menü oder Berührung auf der Karte. Längeres Drücken auf ein Land öffnet eine Infofenster mit Details zu diesem Land.
Der Überblick über die Situation kann dann noch auf einzelne Themen verfeinert werden, z.B. "Legal gender recognition and bodily integrity", also etwa "Juristische Anerkennung des Geschlechts und körperliche Integrität". Mit diesem Thema wird speziell die Problematik der Anerkennung und der Zwangs-Sterilisation analysiert (vgl. Beitrag über die Karte von TGEU hier).
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Montag, 23. Mai 2016
Zwangs-Sterilisation in Europa: Aktuelle Karte von TGEU
Die aktuelle Karte und der Index zur juristischen Situation von Trans*-Menschen in Europa wurde am 10. Mai von Transgender Europe (TGEU) veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Voraussetzungen für die Anerkennung der Geschlechts-Identität. Damit eng verbunden ist die Frage, ob im Rahmen des juristischen Verfahrens die Sterilisation verlangt wird oder nicht.
Auf einen Blick sieht man, in welchen Staaten wie verfahren wird:
Blau: Diese Staaten haben einheitliche und klare juristische Verfahrensweisen und verlangen keine Sterilisation.
Braun: In diesen Staaten gibt es kein einheitliches juristischen Prozedere.
Rot: Diese Staaten verlangen explizit oder implizit die Sterilisation.
Der ausführlichere Index informiert zusätzlich über Details zu den Staaten.
Mit dieser Arbeit mehr TGEU jährlich ein wichtiges politisches Werkzeug und eine allgemein wichtige Information vor.
LINK ZU TGEU
Auf einen Blick sieht man, in welchen Staaten wie verfahren wird:
Blau: Diese Staaten haben einheitliche und klare juristische Verfahrensweisen und verlangen keine Sterilisation.
Braun: In diesen Staaten gibt es kein einheitliches juristischen Prozedere.
Rot: Diese Staaten verlangen explizit oder implizit die Sterilisation.
Der ausführlichere Index informiert zusätzlich über Details zu den Staaten.
Mit dieser Arbeit mehr TGEU jährlich ein wichtiges politisches Werkzeug und eine allgemein wichtige Information vor.
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Dienstag, 10. November 2015
Die rechtliche Situation in Europa
Jährlich dokumentiert Transgender Europe (TGEU), in welcher rechtlichen Situation sich transidente Menschen in den europäischen und angrenzenden Ländern befinden. Sehr anschaulich zeigt eine Karte mit farbigen Markierungen die Lage. Wer es etwas auführlicher will, sieht sich zusätzlich den Index an, in dem sehr detailliert dargestellt ist, in welchen Ländern was genau von Transidenten juristisch erwartet wird.
Den hohen sozialen und psychischen Druck, der durch die juristische Situation entsteht, zeigt sehr eindrücklich das Video von TGEU:
Donnerstag, 24. September 2015
Ist es ein Junge oder ein Mädchen?
Die Zürcher Studierendenzeitung (zs) hat in ihrer Ausgabe vom 18.9.2015 ein Interview mit David Garcia veröffentlicht. Garcia war einige Jahre Oberarzt am Uni-Spital Zürich und hat dort das Gender-Dysphorie-Team geleitet. Darüber hinaus hat er sich in Zürich auch in der Lokalpolitik für die Akzeptanz von Transmenschen engagiert.
Im Interview nimmt er Stellung zur medizinischen Kategorisierung und Pathologisierung von Transidentitäten sowie zu Themen aus der Beratungspraxis. Das komplette Interview könnt ihr online bei der zs lesen.
Ausserdem enthält die selbe Ausgabe ein Porträt des/der Züricher Studierenden und gendervariant Anestis, das ihr ebenfalls online bei der zs lesen könnt.
Im Interview nimmt er Stellung zur medizinischen Kategorisierung und Pathologisierung von Transidentitäten sowie zu Themen aus der Beratungspraxis. Das komplette Interview könnt ihr online bei der zs lesen.
Ausserdem enthält die selbe Ausgabe ein Porträt des/der Züricher Studierenden und gendervariant Anestis, das ihr ebenfalls online bei der zs lesen könnt.
Donnerstag, 29. August 2013
Erste Transtagung in der Schweiz
Erstmals in der Schweiz findet dieses Jahr eine Transtagung statt. Obwohl die Veranstaltung nur an 2 Tagen stattfindet, ist das Programm extrem umfangreich. Vielleicht spiegelt sich darin wieder, wie dringend es Zeit wurde für dieses Event.
Alle weiteren Infos findet ihr auf der Website der Transtagung.
Alle weiteren Infos findet ihr auf der Website der Transtagung.
Mittwoch, 1. August 2012
Video: Es wird besser
Die hervorragende schweizerische Initiative "Es wird besser" (eswirdbesser.ch) setzt im
deutschsprachigen Raum fort, was so erfolgreich als The It Get Better
Project in den USA begonnen hat. Hier ist mein Beitrag dazu.
Montag, 4. Juni 2012
Neue Studie zur Lebenssituation Transsexueller
Im Mai d.J. hat der LSVD eine Studie herausgebracht, die die Lebenssituation Transsexueller beschreibt. Auch wenn diese Studie sich auf Nordrhein-Westfalen bezieht, denn hier wurde sie durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter unterstützt, kann man Teile der Ergebnisse sicher auf die ganze BRD beziehen, besonders da, wo sich die Fragen auf juristische und damit bundesweit einheitlich geregelte Aspekte beziehen.
Die Studie gibt es hier als Download.
Die Studie gibt es hier als Download.
Freitag, 18. Mai 2012
Bundeszentrale für politische Bildung über Transidentität
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat dem Thema der Geschlechtsidentität ein Dossier gewidmet. Hier werden politische und juristische Aspekte im Zusammenhang mit Transidentität und Intersexualität dargestellt. Im Einzelnen:
- Soziologische Dimensionen von Geschlecht
- Geschlecht und Geschlechterrolle: Soziobiologische Aspekte
- Geschlechtsidentität im deutschen Recht
- Geschlechtsidentität und -dysphorie
- Medikalisierung "uneindeutigen" Geschlechts
- Intersexualität: Leben zwischen den Geschlechtern
- Ver-körperungen des anderen Geschlechts - Transvestitismus und Transsexualität historisch betrachtet
- Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern aus ethnologischer Perspektive
- Geschlechtsidentität und Menschenrechte im internationalen Kontext
Donnerstag, 17. Mai 2012
17. Mai: Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie
Heute, am 17. Mai, ist IDAHO - so das Akronym des ursprünglichen Namens, International Day Against HOmophobia. Inzwischen bildet sich ein Bewußtsein dafür aus, dass es dringend nötig ist, sich auch gegen andere Diskriminierungen und Verfolgungen zu wehren. So wird das Akronym inzwischen oft um ein T für Transphobie ergänzt, wie das z.B. die IDAHOT-Initiative Jena macht.
Noch etwas weiter geht man in der Schweiz mit der Kampagne 17. Mai (via Transgender Network), in dem man sich gegen jede Art von Diskriminierung stark macht. Besonders wichtig scheint mir bei diesem Ansatz, deutlich zu machen, des es keine mehr oder weniger schlimme Diskriminierung geben kann.
Es gibt viele Veranstaltungen zum IDAHOT (oder sollte man nicht besser IDAD, International Day Against Discrimination sagen?). Auf Facebook soll ein Facebook-Flashmob statt finden. Na, mal schauen, wie das funktioniert. Besser ist es aber sicher, auf den Straßen präsent zu sein. Schaut euch also um, was es bei euch in der Gegen an Aktionen gibt und geht hin.
Noch etwas weiter geht man in der Schweiz mit der Kampagne 17. Mai (via Transgender Network), in dem man sich gegen jede Art von Diskriminierung stark macht. Besonders wichtig scheint mir bei diesem Ansatz, deutlich zu machen, des es keine mehr oder weniger schlimme Diskriminierung geben kann.
Es gibt viele Veranstaltungen zum IDAHOT (oder sollte man nicht besser IDAD, International Day Against Discrimination sagen?). Auf Facebook soll ein Facebook-Flashmob statt finden. Na, mal schauen, wie das funktioniert. Besser ist es aber sicher, auf den Straßen präsent zu sein. Schaut euch also um, was es bei euch in der Gegen an Aktionen gibt und geht hin.
Mittwoch, 16. Mai 2012
Trans*-Revolution in Argentinien, "Homo-Ehe" in USA
Antidiskriminierungspolitik in Argentinien
Fast zu schön, um wahr zu sein, denkt man, wenn man das liest: In Argentinien wird Transsexualität mit Parlamentsbeschluss vom dem 9. Mai 2012 nicht mehr als Krankheit definiert. In der Praxis bedeutet das für Transgender, Transidenten, Transsexuelle und natürlich auch Intersexuelle, dass man für die Vornamens- oder Personenstandänderung weder ärztliche Gutachten noch operative Eingriffe benötigt.
Damit setzt Argentinien seine Politik der Gleichstellung und Antidiskriminierung fort. 2010 wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht. Und anders als in Deutschland gibt es keine juristische Diskriminierung zwischen "Ehe" und "Partnerschaft", wie in dieser CBS-Nachricht zu lesen ist.
Das neue Gesetz verpflichtet zudem, öffentliche oder private Krankenversicherungen für Operationen zur Geschlechtsumwandlung aufzukommen. Das ist ein besonders wichtiger Aspekt, denn Operationen sind für viele nicht privat finanzierbar. Zugleich waren Trans*-Menschen bisher aber gezwungen, für die Änderung ihres Personenstandes Hormontherpie und angleichende OPs nachzuweisen. Damit befreit der Gesetzgeber in Argentinien nun viele aus einer bislang untentrinnbaren Situation.
GATE (Global Action for Trans* Equality) hat eine englische Übersetzung des argentinischen Gesetzes erarbeitet und zum Download bereitgestellt. Das Dokument ist auch beim schweizerischen Transgender Network hinterlegt.
Wahlkampferöffnung in den USA
Während man also die Nachrichten aus Argentinien mit uneingeschränkter Freude lesen (und kommentieren) kann, wird man noch abwarten müssen, was sich aus den Neuigkeiten aus den USA entwickeln wird. Präsi Barack Obama hat dort Anfang der Woche von sich gegeben, er unterstütze nun die "Homo-Ehe" und löste damit prompt ein riesiges positives Medienecho aus - in Europa, und vor allem in den "sozialen" Medien. Zum Teil muten die Analysen dazu ausgesprochen naiv, wie dieser Kommentar beim Pink Cross.
Dabei ist es der Schachzug doch offensichtlich: Obama hat seine ursprüngliche Wählerschaft sehr enttäuscht, dass ist auch durch die Occupy-Bewegung zum Ausdruck gebracht worden. Konservative werden ihn trotz seiner bisher ziemlich konservertiven Politik nicht wählen. Wo und wie also neue Wählerschaften mobilisieren? Da hatten seine Berater eine brilliante Idee: Sie könnten sich doch so kurz bevor der Wahlkampf wieder beginnt nochmal der Vernachlässigten besinnen. Da wären also die Lesben und Schwulen: Homoehe. Ich wette, es kommen noch andere "Randgruppen" ins Visier der Wahlkampfvorbereiter, z.B. ... Trans*-Menschen. Hm, Arme vielleicht auch mal wieder. Oh ja, da wären dann noch die Schwarzen. Alles so Gruppen, denen man noch tolle Wahlversprechen machen kann, weil sie immer wieder glauben wollen.
Das ist meine Analyse, die etwas pessimistischer ist, sich aber auch einfach aus den Beobachtungen der letzten Jahre ableitet, insbesondere aus dem Wahlkampf Obamas und dem, was er aus seinen Versprechen gemacht hat (Stichworte gefällig? Da wären z.B. Gesundheitswesen, Bankenregulierung, Auflösung des Internierungslagers von Guantanamo, Strafverfolgung der militärischen Guantanamo-Täter).
Fast zu schön, um wahr zu sein, denkt man, wenn man das liest: In Argentinien wird Transsexualität mit Parlamentsbeschluss vom dem 9. Mai 2012 nicht mehr als Krankheit definiert. In der Praxis bedeutet das für Transgender, Transidenten, Transsexuelle und natürlich auch Intersexuelle, dass man für die Vornamens- oder Personenstandänderung weder ärztliche Gutachten noch operative Eingriffe benötigt.
Damit setzt Argentinien seine Politik der Gleichstellung und Antidiskriminierung fort. 2010 wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht. Und anders als in Deutschland gibt es keine juristische Diskriminierung zwischen "Ehe" und "Partnerschaft", wie in dieser CBS-Nachricht zu lesen ist.
Das neue Gesetz verpflichtet zudem, öffentliche oder private Krankenversicherungen für Operationen zur Geschlechtsumwandlung aufzukommen. Das ist ein besonders wichtiger Aspekt, denn Operationen sind für viele nicht privat finanzierbar. Zugleich waren Trans*-Menschen bisher aber gezwungen, für die Änderung ihres Personenstandes Hormontherpie und angleichende OPs nachzuweisen. Damit befreit der Gesetzgeber in Argentinien nun viele aus einer bislang untentrinnbaren Situation.
GATE (Global Action for Trans* Equality) hat eine englische Übersetzung des argentinischen Gesetzes erarbeitet und zum Download bereitgestellt. Das Dokument ist auch beim schweizerischen Transgender Network hinterlegt.
Wahlkampferöffnung in den USA
Während man also die Nachrichten aus Argentinien mit uneingeschränkter Freude lesen (und kommentieren) kann, wird man noch abwarten müssen, was sich aus den Neuigkeiten aus den USA entwickeln wird. Präsi Barack Obama hat dort Anfang der Woche von sich gegeben, er unterstütze nun die "Homo-Ehe" und löste damit prompt ein riesiges positives Medienecho aus - in Europa, und vor allem in den "sozialen" Medien. Zum Teil muten die Analysen dazu ausgesprochen naiv, wie dieser Kommentar beim Pink Cross.
Dabei ist es der Schachzug doch offensichtlich: Obama hat seine ursprüngliche Wählerschaft sehr enttäuscht, dass ist auch durch die Occupy-Bewegung zum Ausdruck gebracht worden. Konservative werden ihn trotz seiner bisher ziemlich konservertiven Politik nicht wählen. Wo und wie also neue Wählerschaften mobilisieren? Da hatten seine Berater eine brilliante Idee: Sie könnten sich doch so kurz bevor der Wahlkampf wieder beginnt nochmal der Vernachlässigten besinnen. Da wären also die Lesben und Schwulen: Homoehe. Ich wette, es kommen noch andere "Randgruppen" ins Visier der Wahlkampfvorbereiter, z.B. ... Trans*-Menschen. Hm, Arme vielleicht auch mal wieder. Oh ja, da wären dann noch die Schwarzen. Alles so Gruppen, denen man noch tolle Wahlversprechen machen kann, weil sie immer wieder glauben wollen.
Das ist meine Analyse, die etwas pessimistischer ist, sich aber auch einfach aus den Beobachtungen der letzten Jahre ableitet, insbesondere aus dem Wahlkampf Obamas und dem, was er aus seinen Versprechen gemacht hat (Stichworte gefällig? Da wären z.B. Gesundheitswesen, Bankenregulierung, Auflösung des Internierungslagers von Guantanamo, Strafverfolgung der militärischen Guantanamo-Täter).
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Buck Angel spricht jungen Leuten Mut zu
Touching video from Buck Angel for the project "It's getting better". Buck recalls his own extremely difficult youth and reaches out to youth of today, telling them that there is a way to be yourself.
Im Rahmen des Projekts "Its getting better" hat Buck Angel ein sehr bewegendes Video aufgenommen.
Im Rahmen des Projekts "Its getting better" hat Buck Angel ein sehr bewegendes Video aufgenommen.
3-2-1 - morgen startet die Trans*-Tagung Berlin
Unter dem frechen Motto "Trans* ist für alle da" findet ab morgen, 7.10. bis zum Sonntag, den 10.10., die Trans*-Tagung in Berlin statt.
Das umfangreiche Programm macht es nicht ganz leicht, sich zu entscheiden. Aber auf jeden Fall stehen für mich die Lesung am Freitag mit Schlotzen & Kloben an und am Samstag gibt's eine fette Party.
Ich bin gespannt, wie's wird auf der Trans*-Tagung. Sie findet bereits zum 5. Mal statt, mußte aber bislang ohne mich auskommen. :-)
Das umfangreiche Programm macht es nicht ganz leicht, sich zu entscheiden. Aber auf jeden Fall stehen für mich die Lesung am Freitag mit Schlotzen & Kloben an und am Samstag gibt's eine fette Party.
Ich bin gespannt, wie's wird auf der Trans*-Tagung. Sie findet bereits zum 5. Mal statt, mußte aber bislang ohne mich auskommen. :-)
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